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Sappeure Ingenieurkorps

Stamm: Kurfürst August und seine Nachfolger unterhielten stets einige Ingenieure, oder Kriegsbaumeister, deren Anzahl man im J. 1631 vermehrte, und sie unter einem Chef bei dem Generalstabe eintheilte. 1701 wurden sie zur Feldartillerie gesetzt, und 1702 wieder bei dem Generalstabe angestellt. 1712 formirte König August II. aus diesen Officieren ein besonderes Ingenieurcorps, und vermehrte ihre Anzahl 1730. König August III. errichtete 1742, zu mehrerer Vollkommenheit des Corps, eine Ingenieur-Academie, und theilte es 1743 in 2 Brigaden ein. Aus den übriggebliebenen Officieren wurde der sogenannte Nachtrag formirt. Seit 1768 führten diese Brigaden den Namen Feld- und Landbrigaden. Bei der Formirung der Armee im J. 1810 wurde dieses Corps dem Chef des Generalstabes, Gen.Major v. Gersdorff, untergeordnet, und in dem nämlichen Jahre mit Aufhebung der zeitherigen Eintheilung desselben in 2 Brigaden, neu organisirt, die Eintheilung in Architekten und Geographen gegeben, solches mit 1 Compagnie Sappeurs vermehrt, und mit selbigen die Pontoniercompagnie vereinigt.

Zum Stamme der Sappeurs wurden von jedem der 10 Infanterie-Regimenter 5 Mann, und aus der ganzen Armee 8 bis 10 Unterofficiers zu Sappeur-Sergeanten und Ober-Sappeurs, wie auch von jeder Artilleriecompagnie 1 Mann abgegeben. Auch ward die Function eines Quartiermeisters und Auditeurs aufgehoben und letztere dem Auditeur des Artillerie-Regiments übertragen.

Die Pontiniercompagnie wurde im J. 1698 vom König August II. errichtet; im J. 1756 bei Pirna von den Preußen gefangen genommen und vertheilt, aber bald nachher durch Revertenten wieder gesammelt und mit einem damals in Warschau stehenden Commando Pontoniere vereiniget. Im J. 1810 ward diese Compagnie aus dem Artilleriecorps ins Corps versetzt.

Standquartier: Dresden; die Pontoniers aber in Pirna.

Feldzüge: Nach dessen Bestimmung bei jedem. Die Pontonier-Compagnie stand im siebenjährigen Kriege theils bei der österreichischen und theils bei der Reichsarmee, und im Jahre 1809 unter Commando des Capitän Kühnel, beim Sächsischen Corps an der Donau.

 

historische Uniformbeschreibung


Das ganze Corps dunkelgrüne Röcke mit rothen Kragen und Aufschlägen zum Uebereinanderknöpfen mit verkürzten, aufgehakten Schößen, grüne Gilets und Unterfutter, roth vorgestoßen; weiße Knöpfe; Tschakos mit messingenen Schild und Bataillenbändern, die der Unterofficiere mit einer silbernen Tresse besetzt, rothen Cordon, Agraffe, Feldzeichen und schwarzen Federstutz; hiernächst graue Capots.


Bei der Sappeur-Compagnie, ist der Kragen mit einer weißen Borde und zwey dergleichen Litzen besetzt, sie haben lange, grautuchne Beinkleider, roth vorgestoßen; schwarzen Camaschen, das Schild des Tschakos bezeichnet Hacke und Schaufel. Die Trenchee-Sergeanten tragen den Rock mit verlängerten Schößen, auf den Kragen eine silberne Tresse und 2 dergl. Litzen; Hüte mit silbernen Agraffen und Stiefeln mit Sporen.

Bei der Pontonier-Compagnie werden grautuchene Pantalons mit rothen Vorstoß, kurze Stiefeln oder sogenannte Züschen getragen.

Die Officiere des Corps tragen diese Uniform mit rothen Rabatten und weißen Unterkleidern, den Rock mit verlängerten aufgehakten Schößen; schwarze Hüte mit silberner Agraffe und schwarzen Federstutz; Stiefeln mit Sporen. Zum Interims-Ajustement grau melirte lange Beinkleider.

(Bildquelle: Sauerweid - Uniformtafeln 27 und 28)

   

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